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 Förderprogramme Energie 

Biomasse Holz

Das Land Hessen fördert auf der Grundlage des am 01.04.2008 in Kraft getretenen "Programm und Richtlinien zur Förderung der ländlichen Entwicklung in Hessen" marktgängige Holzfeuerungsanlagen zur zentralen Wärmeversorgung ab 50 KW.

Anlagen ab 50 kW und bis 100 kW Nennwärmeleistung

Der Zuschuss für die Errichtung von Biomassefeuerungsanlagen zur Wärmeerzeugung beträgt bis 100 kW zur Zeit 36 Euro je kW errichteteter installierter Nennwärmeleistung. Die Höhe der Förderung kann durch Erlass der jeweiligen Markt- bzw. Haushaltssituation angepasst werden.

Anlagen ab 101 kW Nennwärmeleistung

Der Zuschuss kann derzeit bis zu 30 % der förderfähigen Netto-Investitionskosten betragen. Der Förderhöchstbetrag beträgt 200.000 Euro pro Objekt. Die Kumulation mit weiteren Förderprogrammen (z. B. KfW) ist unter Berücksichtigung der jeweiligen Einschränkungen und Grenzen (z. B. "De-minimis"-Regelung) möglich.

Darüber hinaus kann im Rahmen des hessischen Förderprogramms auch für Nahwärmenetze ein Zuschuss gewährt werden. Dies gilt allerdings nur in Verbindung mit Biomassefeuerungs- und Biogasanlagen, die durch die hessischen Richtlinien gefördert wurden. Es kann ein Zuschuss in Höhe von bis zu 100 Euro/Trassenmeter und 250 Europro angeschlossenem Gebäude bzw. bis zu 30 % der förderfähigen Kosten gewährt werden, jedoch insgesamt nur bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro pro Objekt. Die Höhe der tatsächlichen Förderung richtet sich nach der Wärmedichte und Wirtschaftlichkeit. Die Erweiterung eines Nahwärmenetzes ist nicht förderfähig. Biogasleitungen werden analog gefördert. Die Gesamtleitung eines Netzes muss mindestens 50 m betragen.

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle öffentlichen Einrichtungen sowie alle natürlichen und juristischen Personen. Es gilt die "De-minimis"-Regelung.

Kostenfreies Beratungsangebot

Vorfeldberatung

Zudem bietet das Hessische Umweltministerium potenziellen Investoren - auch solchen, die unter die Förderung des Bundesprogramms fallen - eine kostenfreie Beratung durch die hessenENERGIE an.

Bei Anlagen ab einer Nennwärmeleistung von 101 kW wird eine Vorfeldberatung durchgeführt.

Dabei werden folgende Punkte behandelt:

1. Brennstoff-Beschaffung, Brennstoff-Qualität
2. Auslegung und technische Konzeption der Feuerungsanlage und des Vorratslagers
3. Konzept für die heizungstechnische Einbindung
4. Bedienung und Wartung der Anlage, Personalaufwand
5. Abschätzung der Wirtschaftlichkeit

Die wesentlichen Ergebnisse der Beratung werden dem Interessenten in einem schriftlichen Kurzbericht zur Verfügung gestellt. Damit ist es möglich, bereits im Vorfeld der Investitionsentscheidung die für den wirtschaftlichen Erfolg der Anlage wesentlichen Hemmnisse und Chancen zu erkennen und daraus Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise abzuleiten.

Die Vorfeldberatung liefert keine Planungsleistungen. Hierfür sollte ein kompetentes Ingenieurbüro beauftragt werden. Neben dem Land Hessen fördert auch der Bund die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Objekt-Check

Bei Anlagen bis 100 kW Nennwärmeleistung wird ein Objekt-Check angeboten. Der Objekt-Check ist weniger detailliert und umfangreich als die Vorfeldberatung. Dabei wird im Schwerpunkt auf Basis der Verbrauchswerte eine erste überschlägige Auslegung und Konzeption der Feuerungsanlage in Verbindung mit der groben Abschätzung der Wirtschaftlichkeit durchgeführt. Auch hier werden die wesentlichen Ergebnisse dem Interessenten in einem schriftlichen Kurzbericht zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen können Sie nebenstehend per Download bekommen oder bei der hessenENERGIE direkt anfordern.