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 Förderprogramme Energie 

Armsfeld und Frebershausen / Stadt Bad Wildungen

  • Wappen der Stadt Bad Wildungen
  • BioEffizienz-Dorf Hessen 2010 - 2012
  • Die Entscheidung der Stadt Bad Wildungen, an dem zukunftsorientierten Wettbewerb "BioEffizienz-Dorf" des Landes Hessen teilzunehmen, basiert auf der Vorreiter- und Schrittmacherrolle Bad Wildungens in der Region Kellerwald-Edersee beim Thema "Kommunaler Klimaschutz".
  • Seit dem sehr frühen Beitritt der Stadt Bad Wildungen zum "Klimabündnis europäischer Städte mit den indigenen Völkern Amazoniens" -  kurz Klimabündnis - im Jahre 1992, sind vielfältige Projekte und Maßnahmen auch über die Stadtgrenzen hinaus initiiert und realisiert worden.
  • Der Umweltbericht 1996 der Stadt Bad Wildungen hat in einem eigenen Kapitel "Klimaschutz: Global und Lokal" Maßnahmen und Ziele des kommunalen Klimaschutzes auf der damaligen Basis aufgeführt.
  • Zahlreiche öffentlichkeitswirksame Projekte und Veranstaltungen wie z. B. die Waldwochen 1995 und 1999, der Klimaschutzpass (1999), der Klimaschutzfond (2001), die Klimaschutzwoche (2006) sowie die beiden Energiesparmessen 2008 und 2010 haben dabei dazu beigetragen, dass das Thema "Energieeffizienz und Klimaschutz" in die Bevölkerung hinein getragen wurde, um den Zielen des Klimabündnisses gerecht zu werden und für diese zu werben.
  • Im November 2007 erhielt die Stadt Bad Wildungen vom damaligen Hessischen Umweltminister Wilhelm Dietzel die Auszeichnung eines 3. Preises im Rahmen des Klimaschutzwettbewerbes "Unsere Kommune ist klimaaktiv" in der Kategorie "Kommunen < 50.000 Einwohner". Diese Anerkennung war ein zusätzlicher Ansporn, weiterhin beispielhaftes Engagement für den kommunalen Klimaschutz voranzutreiben.
  • Der Aufbau eines kommunalen Energiemanagements mit dem Ziel, an kommunalen Gebäuden auf der Basis fundierter Energieberatungsberichte energetische Optimierung zur Effizienzsteigerung zu realisieren, ist in vollem Gange. Das jüngst erarbeitete und in den politischen Gremien vorgestellte "Klimaschutz-Teilkonzept für städtische Nicht-Wohngebäude" stellt ein nach Prioritäten gestaffeltes Handlungskonzept für dieses Energiemanagement dar.
  • Konkrete Planungen zur energetischen Optimierung und Sanierung an fünf Dorfgemeinschaftshäusern (u. a. DGH Armsfeld) sind für 2010 vorbereitet und zur Umsetzung in den Jahren 2011 bis 2013 vorgesehen (Bund-Länder-Investitionspakt). Neben Maßnahmen an und in der Gebäudehülle werden durch den Einbau von Pellet-Heizanlagen erhebliche Verbesserungen gegenüber den Anforderungen der EnEV erwartet.
  • Die Vorreiterrolle der Stadt Bad Wildungen innerhalb der Region Kellerwald-Edersee hat durch die beschriebenen Aktivitäten mit dazu beigetragen, dass die verstärkte Nutzung von Bioenergie - insbesondere "Heizen mit Holz" - gerade in den ländlichen Stadtteilen innovative Aktivitäten ausgelöst hat.
  • Seit der offiziellen Ernennung, haben folgende Praxisworkshops stattgefunden:
Termin Workshop Teiln.
(max.)
Sa. 23.10.10 50
So. 24.10.10 50
Sa. 15.01.11 25
So. 16.01.11 25
Sa. 22.01.11 25
So. 30.01.11 25
Termin Workshop Teiln.
(max.)
Sa. 12.02.11 25
So. 13.02.11 25
Sa. 26.02.11 20
So. 27.02.11 20
So. 13.03.11 20
  • Die Erkenntnis, auch mit Bioenergie effizient umzugehen, wird bei diesen Aktivitäten sehr ernst genommen.Die beiden Stadtteile Armsfeld und Frebershausen sind hierbei in besonderer Weise zu nennen:
  • Die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Armsfeld (291 EW) haben schon seit 2007 intensiv die Planung eines "BioEnergiedorfes" in die Wege geleitet; Interessenbekundungen eingeholt und erste Bestandsaufnahmen vorgenommen. Dieses Thema ist sehr stark im Dorf verankert, so dass hier sehr gute Voraussetzungen gegeben sind.
  • Unter Federführung eines vom Ortsvorsteher geleiteten Arbeitskreises und mit Unterstützung der Stadtverwaltung sind Studien zur Möglichkeit der Etablierung eines „BioEnergiedorfes“ vorangetrieben worden, wobei von Beginn an die Diskussion sehr realistisch unter Einbeziehung der Erfahrungen bestehender BioEnergiedörfer geführt wurde. Gerade auf Grund dieser Erfahrungen und Erkenntnisse, geriet die Realisierung zum "BioEnergiedorf" ins Stocken, so dass die Idee "BioEffizienz-Dorf" als wesentliche Weiterentwicklung im Dorf sehr begrüßt wird.
  • Die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Frebershausen (180 EW) haben sich Mitte der 90er Jahre durch ihre außerordentlich hohe Bereitschaft so genannte "Klimaschutzpässe" für ihre Haushalte ausstellen zu lassen, einen Namen gemacht. Diese von der Stadt Bad Wildungen entwickelte Idee wurde zur "Waldwoche" im Jahre 1995 präsentiert und hat in Frebershausen mit der dort bestehenden langen Tradition des "Heizens mit Holz" eine besonders hohe Resonanz erzielt.
  • Im Jahre 1997 hat die damalige Hess. Umweltministerin Priska Hinz Frebershausen zum "Klimaschutzdorf Hessens" gekürt. Diese inzwischen schon 13 Jahre alte Auszeichnung kann sicherlich als "eine Wiege" der nachfolgenden Entwicklungen in dem Bioenergie-Sektor eingestuft werden. Zudem sind beide Stadtteile in der Dorferneuerung, wodurch sich sinnvolle Synergismen zum Wettbewerb "BioEffizienz-Dorf" ergeben können.
  • Beide Stadtteile mit ihren zusammen 471 Einwohnern (Stand Juli 2010) und ca. 140 Privatgebäuden werden als "ein Teilnehmerdorf" betrachtet. In Frebershausen ist zu beachten, dass gegenwärtig ein nicht unerheblicher Gebäude-Leerstand zu verzeichnen ist.
  • Bürgerversammlungen zum Thema fanden in Armsfeld am 20 Mai 2010 und in Frebershausen am 22. Juni 2010 statt.
    Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 07. Juni 2010 nach vorangegangenen Sitzungen des Natur- und Umweltausschusses (05. Mai) sowie des Magistrats (12. Mai) entsprechende Beschlüsse zur Wettbewerbsteilnahme gefasst.
  • Bürgermeister der Stadt Bad Wildungen, Volker Zimmermann.