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Kommunaler Windpark Ulrichstein
(KWP-Ulr)

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Kommunaler Windpark Ulrichstein, Vogelsbergkreis

  • Historie

  • Bereits 1996 wurde im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt Ulrichstein der bundesweit erste Kommunale Windpark von der HessenEnergie errichtet. Die Stadt hat ihren ersten Kommunalen Windenergiepark in einen Eigenbetrieb, den Stadtwerken Ulrichstein organisatorisch eingebunden und auf diese Weise die lokale Wertschöpfung ermöglicht. Die HessenEnergie hat ein innovatives Modell entwickelt und die Finanzierung über ein Factoring-Modell bereitgestellt. Darüber hinaus hat die HessenEnergie die Planungsleistungen, die Abwicklung des Genehmigungsverfahrens sowie die kaufmännischen und technischen Betriebsführungsaufgaben übernommen.
  • Der Windpark bestand aus vier stallgeregelten, zweistufigen Anlagen des Typs "Micon M1500, 125/500 kW" mit einem Rotordurchmesser von 43,2 m und Turmhöhen von 3 x 46 m und 1 x 56 m. Die elektrische Nennleistung einer WEA betrug 500 kW. Die Anlagen wurden im Juli 1996 in Betrieb genommen und konnten ab Februar 1997 mit voller Leistung in das Netz einspeisen.
  • Die vier Anlagen liefern im Jahr etwa 4 Mio. Kilowattstunden ins Netz des regionalen Stromversorgers OVAG. Das entspricht einer Menge an Elektrizität, wie sie etwa 1.200 Privathaushalte im Jahr verbrauchen.
  • Repowering am Standort

  • Da die seinerzeit errichteten Anlagen das Winddargebot an dem Standort u. a. wegen der geringen Nabenhöhen nur wenig effektiv nutzen, wurde im Jahr 2012 ein "Repowering" dieser Windenergieanlagen durchgeführt. Gemeinsam mit dem Nachbarwindpark der hessenWIND I GmbH & Co. KG der ebenfalls modernisiert wurde, konnten Anfang 2013 sieben Windenergieanlagen vom Typ Enercon E82E2-2,3 MW mit einer Nabenhöhe von 138,4 m an dem Standort errichtet werden. Dazu hat die HessenEnergie zum 01.01.2011 die vier Windenergieanlagen von der Stadt Ulrichstein übernommen.
  • Durch das Repowering-Vorhaben konnte der Stromertrag an dem Standort etwa versechsfacht werden, womit einer der raren ertragreichen Mittelgebirgsstandorte in Hessen einen erheblichen Beitrag zum regionalen Klimaschutz leistet. Die sieben neuen Anlagen sind im Eigentum der ovag Energie AG.