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Gebäude

In Deutschland wird mehr als ein Drittel des Primärenergiebedarfs allein für die Raumheizung (einschließlich Warmwasserbereitung) benötigt. Dieser Anteil kann durch rationellen Energieeinsatz deutlich gesenkt werden.

Da rund 75 Prozent der bestehenden Wohngebäude vor 1978, und damit vor Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung, errichtet wurden, liegen die größten Energiesparpotenziale im Gebäudebestand. Durch eine energetische Modernisierung kann der Energiebedarf um bis zu 80 Prozent reduziert werden.

Auch der Neubausektor bietet vielfältige Chancen für energiesparende Bauweise und eine effiziente Haustechnik – über die einzuhaltenden Mindeststandards hinaus. Für neu zu errichtende Gebäude sowie für die bauliche Sanierung von Bestandsgebäuden werden verbindliche energetische Standards durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgegeben. Zudem sind die Pflichten aus dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu beachten. (Über die geltenden EnEV 2014 informiert eine Broschüre der ASUE, die hier herunter geladen werden kann.)

Eine konsequente energetische Modernisierung im Gebäudebestand und hohe energetische Standards im Neubau tragen zur Erreichung der Klimaschutzziele bei. Bei geschickter Planung und Optimierung rentieren sich die Maßnahmen aber nicht nur ökologisch sondern sind auch ökonomisch vorteilhaft. Dazu ist es erforderlich, bereits frühzeitig im Planungsprozess energietechnische Fragestellungen zu berücksichtigen und die notwendigen Einzelmaßnahmen aufeinander abzustimmen.

Durch eine solche nachhaltige Verminderung des Energiebedarfs bei Neubauten und Bestandsgebäuden lassen sich die Lebenszykluskosten als Summe von Anschaffungs-, Entwicklungs- und Folgekosten über 50 Jahre und mehr dauerhaft senken.